Notfalltipp: Schokolust

Es ist 23 Uhr in einem kleinen Dorf ohne Kiosk. Und da ist diese plötzlich aufkommende Lust nach Schokolade. Doch im Schrank findet sich nur ein einsamer, über vier Monate alter Schokonikolaus, der das Verlangen stillen könnte. Inzwischen ist er leicht gräulich. Wieso läuft Schokolade eigentlich so unschön grau an? Und kann ich sie im Notfall noch essen?    

Wird Schokolade fehlerhaft gelagert, kann sie an der Oberfläche einen weißlich bis hellgrauen Belag bekommen. Je nach Ursache entsteht ein sogenannter Fettreif oder ein Zuckerreif. „Da es sich nicht um Schimmel handelt, ist die Schokolade durchaus noch essbar“, sagt Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Um Qualitätseinbußen zu vermeiden, sollte Schokolade trocken und bei einer gleichbleibenden Temperatur von 16 bis 18 Grad Celsius aufbewahrt werden.

Fettreif ist meist eine Folge zu warmer Lagerung. Er zeigt sich in Form einer dünnen Schicht, die aus Fettkristallen besteht. Weil das Licht durch diese Kristallschicht anders reflektiert wird, erscheint die Schokolade grau bis weiß. Der Zuckerreif sieht ähnlich aus. Er entsteht, wenn Schokolade zu kalt gelagert wird und anschließend in eine sehr warme Umgebung kommt. Hier kondensiert das Wasser auf der Schokoladenoberfläche und löst dabei den Zucker aus der Schokoladenmasse.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern