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Rohköstler-Propaganda per Kinderlied?

Vorgestern habe ich bei Tschibo die CD ,,Backen macht froh – Fröhliche Lieder für Frühling und Ostern“ gekauft. Schon die Regen- und Herbst-CD aus dieser Reihe haben sich auch für Elternohren als relativ erträglich erwiesen. Zwar achte ich nicht immer genau auf alle Texte, aber bei einem Liedchen habe ich eben mal genauer hingehört und frage mich, wie kommt man auf so einen Text für ein Kinderlied? Ist das eventuell versteckte Werbung für die Ernährungsform der Rohköstler, die nun schon bei den Kleinsten ansetzen wollen?

Hier mal ein kleiner Textauszug:

Roh macht froh (Bei uns zu Haus!)

Refrain: Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus, da, da sieht es lustig aus. Wir essen roh, wir essen roh, denn das macht uns alle froh!

Wenn meine Mami Kuchen backt, dann braucht sie keinen Herd. Die Omi sagt ,,Das geht doch nicht, da macht sie was verkehrt!

Ich glaube, wir singen dann doch lieber weiterhin ,,Backe, backe, Kuchen“ – Schieb, schieb, in den Ofen rein! 😉

 

Bockwurst zum Frühstück

,,Daaaa“, ruft mein Sohn und lacht den Kühlschrank an. Ich habe eigentlich nur schnell die Milch für meinen Kaffee herausgeholt – keine Ahnung, was er ,,daaa“ am frühen Morgen Spannendes entdeckt hat. Jedenfalls ist ihm sein Brot mit Frischkäse plötzlich ziemlich egal. Er klettert von seinem Stuhl, stellt sich vor den Kühlschrank und schreit diesmal noch lauter : ,, Daaaaa!“ (Das ist übrigens sein Lieblingswort, wie wahrscheinlich von vielen 1 1/2-jährigen Knirpsen). Also sehen wir mal nach: Ich öffne den Kühlschrank und Niklas grinst selig ein angebrochenes Glas mit Bockwürstchen an. Jetzt gibt es leider kein Zurück mehr, wenn ich den Kühlschrank schließe ohne ihm eine Wurst zu geben, ist ein ausgiebiger Schreikrampf vorprogrammiert. Keine schönen Aussichten vor dem ersten Kaffee. Dann habe ich doch lieber einen glücklichen, wurstessenden kleinen Zwerg neben mir am Tisch sitzen. Wenn’s um die Wurst geht, hat das Käsebrot eindeutig verloren!

PS: Da er normalerweise nur Bananen, kleine Tomaten oder Müsli frühstückt, ist das aus meiner Sicht auch ausnahmsweise mal in Ordnung.

Kind + Arbeit

Meine Arbeit macht mir Spaß und ich verbringe auch sehr gerne Zeit mit meinem Sohn! Wie einfach schreibt sich dieser Satz doch nieder. Dabei ist beides unter einen Hut zu bringen, manchmal ziemlich anstrengend. Das Gefühl weder der Arbeit noch dem Kind 100%ig gerecht zu werden, kennt wohl jede berufstägige Mutter. Vor allem wenn man – wie viele Frauen – perfektionistisch veranlagt ist. Dann beneide ich manchmal abwechselnd (je nachdem, was ich gerade mache) die Vollzeit-Mamis und die Vollzeit-Karriere-Frauen darum, dass sie sich einer Sache mit voller Inbrunst widmen können. Oft würde ich mich dann gerne klonen! Doch auf Kind oder Arbeit zu verzichten, ist für mich keine Alternative – dafür macht beides einfach zu viel Freude. Daher nehme ich dann gerne weiterhin wenig Schlaf und Tage ohne wirkliche Verschnaufpausen in Kauf.

Einen interessanten Artikel zu dem Thema „Was ist besser? Weniger oder mehr Arbeit“?“ habe ich hier gelesen.